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Sturmwarnung: Bis zu 1,2 Meter Schnee am Wochenende erwartet. Verkehr und Stromversorgung in mehreren Regionen stark gefährdet.

Ein Mann in oranger Arbeitskleidung misst Schnee am Straßenrand mit einem Messstab.

Slushy Lacken, grauer Himmel, Leut, die g’schwind unterwegs san – mit dem halb-besorgten, halb-abgelenkten Blick von denen, die die Nachrichten lesen, aber hoffen, dass eh alles übertrieben is. Dann hat a Windstoß eineg’haut, scharf und eiskalt, und auf einmal haben alle gleichzeitig aufg’schaut. Die ersten dichten Flocken san g’fallen, langsam und schwer, während die Handys mit derselben Warnung vibriert haben: Wintersturmwarnung, bis zu 48 Zoll möglich am Wochenende.

Drinnen haben die Kundinnen und Kunden ned nur Milch und Brot g’kauft. A Frau hat a Bündel Kerzen und Batterien so fest an sich druckt, wie wer, der das schon einmal mitg’macht hat. A Teenager hat seinem Freund den Radar am Bildschirm g’zeigt, rausg’zoomt, und no weiter raus, während sich die wirbelnde Masse in Blau und Violett über halb der Karte ausbreitet hat. Die Kassiererin hat kurz hinausg’schaut und g’murmelt: „Jetzt passiert’s echt, oder?“ Und die Schlange is auf einmal a Stückerl ruhiger word’n.

Manche Stürme zieh’n vorbei, und am End gibt’s nur a Seufzer der Erleichterung.

Schnee in Fuß, ned in Zoll

Diesmal reden die Wetterleut ned um den heißen Brei. A kräftiges Wintertief rollt auf große Teile vom Land zu, und die aktuellen Modelle zeigen was Seltenes: Schneemengen, die in manchen Gegenden bis auf vier Fuß klettern könnten – mit Whiteout-Bedingungen und Wind, stark genug, um Äste abzubrechen und vereiste Leitungen umzuhaun. Städte, die sonst eher an normale Schneeschauer g’wöhnt san, starren auf Karten, die mehr nach einem Ereignis ausschauen, das’s nur alle paar Jahr gibt.

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