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Experten sagen, dass das Schließen von Lüftungsschlitzen in ungenutzten Räumen die Heizkosten erhöhen kann.

Zwei Personen prüfen einen Lüftungsgitterboden neben einem Klemmbrett und einem Messgerät in einem hellen Raum.

An am grauen Dienstag im Jänner is da HVAC-Techniker Chris Dalton in an stillen Gang im Obergschoß g’standen und hat auf a zua Ventilationsöffnung in am Gästezimmer g’schaut. Unten san die Hausleut in Decken eing’wickelt g’hockt und ham g’jammert, dass die Heizrechnung scho wieder g’stiegn is. Da Thermostat war auf 74°F aufdraht. D’Hälfte von de Auslässe oben war zua g’schnappt.

Chris hat z’erst nix g’sagt. Er is nur von Zimmer zu Zimmer gangen und hat de Lüftungsgitter ang’fasst wie a Doktor, der an Puls fühlt. D’Anlage hat g’kämpft, da Ventilator hat lauter brüllt als er sollt, und hat Luft in a Leitungsnetz druckt, des nimmer g’scheit atmen hat können.

Wie er dann endlich g’sprochen hat, war’s net des, womit des Paar g’rechnet hat.

„Euer Problem“, hat er g’sagt und auf’s Metallgitter g’klopft, „fangt genau do an.“

Warum’s g’scheit wirkt, Lüftungsauslässe zuzusperren – und heimlich nach hinten losgeht

Es klingt nach a ruhiger, einfacher Logik: Lüftungsauslässe in Räumen zua machen, die ma kaum nutzt. Gästezimmer? Zua. Keller-Spielzimmer, wo seit 2019 kana mehr drin war? Zua. Ma dreht am kleinen Hebel, hört wie d’Klappn zufallt, und fühlt si, als hätt ma grad a kleines Lifehack gegen den Energieversorger g’schafft.

Energie geht nur dorthin, wo ma’s braucht. Weniger Luft, weniger Wärme, weniger Kosten.

Des is die G’schicht, die ma si selber erzählt, während ma in dicken Socken durchs Haus stapft, mit’m Fuß an den Auslässen herumstubst und a bisserl g’schert is, weil ma „optimiert“ ja grad sein Zuhause.

Und dann ruft wer an wie den Chris, weil d’Gasrechnung um 20% raufg’schossn is und’s Wohnzimmer trotzdem wie a zugige Hittn wirkt. Er sieht immer wieder des gleiche Muster: A Drei-Zimmer-Haus, die Kinder san fürs Studium ausg’zogen, und zwei Zimmer san „zum Sparen“ abgedreht.

Oder a Pensionistenpaar, des stolz auf alle zuaen Auslässe oben zeigt – und dann an Kessel vorführt, der dauernd kurz taktet: ein, aus, ein, aus, wie a Auto im Stop-and-Go.

A Studie vom Pacific Northwest National Laboratory hat sogar g’zeigt, dass ma durch so a Ungleichgewicht bei aner Warmluftanlage den Energieverbrauch erhöhen kann – statt ihn zu senken –, speziell in Häusern mit älteren Luftkanälen und undichten Rückluftwegen.

Am Papier klingt’s wie a einfache Rechnung: Auslass blockieren, Luftmenge reduzieren, weniger Brennstoff verbrennen. Aber a HVAC-System rechnet net so. Des arbeitet mit Druck, Luftstrom und Last.

Wennst Auslässe zudrehst, sagst net zur Heizung: „Heiz weniger.“ Du sagst zum Kanalsystem: „Drück die gleiche Luft durch weniger Ausgänge.“ Des treibt den statischen Druck rauf, presst Luft durch Undichtheiten in den Kanälen und kann sogar dazu führen, dass da Gebläsemotor härter arbeiten muss.

Mit der Zeit rennt’s System länger, um die gleiche Thermostat-Einstellung z’erreichen. Teile nutzen schneller ab. Rechnungen kriechen rauf. Der „einfache“ Trick wird still und leise zu an schleichenden Leck im Geldbörserl.

Was HVAC-Profis statt Ventile zua machen empfehlen

Redst mit genug HVAC-Techniker, hörst immer wieder des Grundprinzip: Lass die meisten Zuluft-Auslässe offen und gib der Anlage Luft zum Atmen. Dann: konzentrier di drauf, wo die Wärme wirklich rausgeht.

Des is viel weniger spektakulär als an Hebel umlegen. Des is an Zugluftstopper bei ana undichten Außentür hinrollen. Dichtungsband (Weatherstripping) rund um des alte, klappernde Fenster im Gang anbringen. No a Schicht Dämmung über den Dachboden-Lukendeckel legen, der quasi Kälte ausstrahlt.

Wennst wirklich weniger Wärme in am Raum willst, empfehlen Profis a sanftes „Balancing“ statt komplett zua. Dreh an Auslass nur um a Drittel zua, net ganz. Und verteile die Anpassung auf mehrere Räume, damitst net an Teil vom System abwürgst.

Viele Techniker erzählen von Häusern, die sich wie a Klima-Fleckerlteppich anfühlen: A gmiatliche Küche bei 72°F, a eiskaltes Büro bei 62°F, und a Gästezimmer, versiegelt wie a Zeitkapsel. Der Besitzer is frustriert, dreht den Thermostat den ganzen Winter rauf und runter und glaubt, die Heizung is „zu schwach“.

Meistens is net der Kessel der Bösewicht. Es Kanalsystem is aus dem Gleichgewicht, Auslässe san zua g’schnappt, Rückluftöffnungen san von Möbeln verstellt, und Filter schaun aus wie graue Filzplatten. Seien ma ehrlich: Des macht kaum wer wirklich konsequent.

Die emotionale Falle is echt: A Auslass zua drehen fühlt si an wie sofortige Kontrolle. Dichtungen kleben oder a Kanalsystem-Inspektion organisieren fühlt si langsam und fad an. So landen Leut bei höheren Rechnungen und tragen trotzdem Hoodies in der Wohnung.

HVAC-Profis sagen a dazu: Es gibt a Grenze zwischen „DIY-Komfort-Tweaks“ und „Systemschaden in Zeitlupe“. Viele Hausbesitzer sehen die erst, wenn was hin wird.

„Jedes Mal, wenn i seh, dass die Hälfte der Auslässe zua san, woaß i zwoa Sachen“, sagt Dalton, der Techniker von dem kalten Jänner-Morgen. „Erstens: Der Hausbesitzer will eh des Richtige tun. Zweitens: Der statische Druck is wahrscheinlich jenseits von gut und böse, und er zahlt extra für schlechteren Komfort.“

Damit die Anlage auf deiner Seitn bleibt, geben Techniker oft a einfaches „Playbook“ mit:

  • Lass die meisten Auslässe ganz offen; wenn nötig, nur ein paar leicht drosseln – nie mehr als 20–30% der Auslässe insgesamt.
  • Filter regelmäßig prüfen und tauschen, damit’s Gebläse net gegen verstopften Luftstrom kämpfen muss.
  • Undichte Stellen in den Luftkanälen abdichten und zugängliche Kanäle am Dachboden oder im Kriechraum dämmen.
  • A programmierbares Thermostat nutzen, um’s in der Nacht oder wennst weg bist, abzusenken.
  • Zugluft und Dämmung angehen, bevorst im ganzen Haus an den Auslass-Hebeln herumdrehst.

Die unbequeme Wahrheit übers „Sparen“ beim Heizen

Wennst einmal verstehst, wie Warmluftsysteme wirklich funktionieren, wirkt Auslässe zua drehen nimma wie a g’scheiter Trick – eher wie wennst a Autobahnspur abpickst und erwartest, dass der Verkehr schneller wird. Die Luft muss trotzdem wohin. Die Anlage rennt trotzdem, bis der Thermostat zufrieden is.

Was sich ändert, is nur, wie hart sie unterwegs arbeiten muss. Und wie viele leise Euro in statischem Druck, Leckagen und längerer Laufzeit verloren gehen.

Die einfache Wahrheit: Die meisten Häuser brauchen keine mehr Hacks; sie brauchen besseren Luftstrom und weniger Hindernisse. A sauberer Filter. Offene Rückluftwege. Unverstellte Auslässe. A Basis-Check vom Kanalsystem, des seit den 90ern hinter deinen Wänden versteckt is.

Kernpunkt Detail Nutzen für Leserinnen und Leser
Zua g’machte Auslässe erhöhen den Systemdruck Blockierte Auslässe zwingen’s Gebläse, gegen höheren Widerstand zu arbeiten; Luft geht oft durch Leckagen verloren und Bauteile werden stärker belastet Verstehen, warum a „einfache“ Änderung heimlich den Energieverbrauch und Reparaturkosten erhöhen kann
Ausbalancieren schlägt Komplett-Abdrehen A paar Auslässe leicht nachregeln, Zugluft abdichten und Dämmung verbessern bringt Komfort, ohne’s System zu würgen Konkrete Schritte, um wärmer zu werden, ohne höhere Rechnungen zu riskieren
Ganzheitlich denken gewinnt Filter, Kanäle, Auslässe und Thermostat-Einstellungen wirken z’samm – net nur die sichtbaren Gitter im Boden Weg von schnellen Pflasterln hin zu g’scheiteren Gewohnheiten, die über viele Winter zahlen

FAQ:

  • Frage 1: Is es jemals okay, Auslässe in ungenutzten Räumen zua z’machen?
    Antwort 1: HVAC-Profis sagen meistens: A kleine Anzahl kann ma leicht drosseln, aber mehrere komplett zua machen kann in an typischen Haus hohen statischen Druck verursachen und Energie verschwenden. Sicherer is: mindestens 70–80% der Auslässe ganz offen lassen und nur ein paar teilweise zudrehen.
  • Frage 2: Warum is meine Rechnung raufgangen, nachdem i Auslässe zua g’macht hab?
    Antwort 2: Zua g’machte Auslässe sagen dem Kessel net, dass er weniger Brennstoff verbrennen soll; der Thermostat fordert weiter Wärme an. Das Gebläse drückt gegen mehr Widerstand, Luft entweicht aus Kanälen in Dachboden oder Kriechraum, und die Anlage rennt länger oder taktet kurz – des kann die Kosten erhöhen.
  • Frage 3: Was is a bessere Methode, um Heizkosten z’senken?
    Antwort 3: Techniker empfehlen meistens: Zugluft abdichten, Dachboden-Dämmung verbessern, Filter sauber halten, a programmierbares Thermostat verwenden und Kanäle prüfen und abdichten lassen. Des reduziert die Last fürs System, statt gegen den Luftstrom anzukämpfen.
  • Frage 4: Kann Auslässe zua machen meinen Kessel oder die Klima schädigen?
    Antwort 4: Bei modernen Anlagen kann dauerhaft hoher statischer Druck durch viele zuae Auslässe den Gebläsemotor belasten, den Verschleiß erhöhen und in manchen Fällen dazu führen, dass der Kessel überhitzt oder die Verdampferspirale vereist. Es is a schleichendes Problem, ka sofortiger Totalausfall – drum bleibt’s oft unbemerkt.
  • Frage 5: Was soll i a HVAC-Profi konkret prüfen lassen?
    Antwort 5: Bitte um Messung vom statischen Druck, Inspektion und Abdichtung der Luftkanäle, Kontrolle ob die Anlage richtig dimensioniert is, und Hilfe beim Luftstrom-Balancing Raum für Raum. Du kannst a fragen, ob Zonenregelung (Zoning) oder a drehzahlvariables System sinnvoll wär – statt dass ma sich auf zua g’drehte Auslässe verlässt.

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